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Geburten in Beckenendlage genetisch bedingt ?

Die Gründe für Steißgeburten waren bis dato noch weitgehend unerforscht. Eine aktuelle norwegische Studie legt nun dar, dass Geburten in Beckenendlage generationsübergreifend vererbt werden können.

Steißlage Norwegische Wissenschaftler untersuchten in einem Zeitraum von knapp 40 Jahren die Zusammenhänge zwischen Steißgeburten bei Eltern und deren Kindern. Ihren Ergebnissen zur Folge Sie besteht für Kinder deren Eltern bereits in Beckenendlage auf die Welt gekommen sind ein doppeltes Risiko.

Weiters fanden die Forscher heraus, dass Mütter, die zuvor ein Kind in dieser Position geboren haben, oftmals auch in späteren Schwangerschaften zu Steißgeburten neigen. In den meisten Fällen kommt der Fötus mit dem Kopf zuerst zur Welt, da er das schwerste Körperteil ist und sich im Laufe der Schwangerschaft nach unten senkt. Er dringt in den Geburtskanal ein und wird von der Hebamme oder dem Arzt gestützt. Diese Position des Kindes nennt man die Schädellage.

Wenn das Hinterteil zum Geburtskanal zeigt, dann spricht man von Beckenendlage oder Steißlage. In diesem Fall liegt der Kopf unter den mütterlichen Rippenbögen. Das Becken des Geborenen rutscht zuerst heraus und der Kopf wandert in den Beckenring. Dabei kann es sehr eng und die Nabelschnur für eine Zeitraum abgedrückt werden. Ein schneller Geburtsvorgang, in der Regel als Spontangeburt bezeichnet, ist hier von großer Bedeutung. Diese wird meist jedoch nur von sehr erfahrenen Ärzten begleitet.

Befindet sich der Fötus innerhalb der ersten 36. Schwangerschaftswochen in Beckenendlage ist dies unbedenklich, da er sich in diesem Zeitraum, wo der Bauch noch genügend Platz bietet, oft alleine in die Schädelposition dreht. Etwa 25% aller Föten liegen bis zur Hälfte der Schwangerschaft mit dem Hinterteil nach unten im Bauch der Mutter. Wenn sich das Baby bis zu diesem Zeitpunkt nicht gedreht hat, schätzen die Ärzte ab, ob sie einen Kaiserschnitt vornehmen oder das Kind als Steißgeburt kommen wird.

Die Studie zeigte außerdem, dass Elternteile, die selber als Frühgeburten zur Welt gekommen sind, dass Risiko für Steißgeburten bei ihren Nachkommen nicht vererben.

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