Finanzbildung für Kinder: Den Umgang mit Geld spielerisch lernen
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Dein Kind wächst heute in einer Welt auf, in der Geld beinahe unsichtbar geworden ist. Kontaktloses Bezahlen, Online-Shops und In-App-Käufe gehören längst zum Alltag.
Gleichzeitig lernen Kinder in der Schule nur wenig über Finanzen. Deshalb ist es wichtig, dass Mütter und Väter ihren Nachwuchs früh an einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld heranführen.
Finanzbildung beginnt zu Hause
Wenn dein Kind lernen soll, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen, beginnt das nicht erst mit dem ersten Taschengeld oder dem eigenen Konto. Die Grundlage dafür legst du jeden Tag im Alltag. Kinder beobachten ihre Eltern nämlich viel genauer, als wir oft denken. Sie sehen, wie du einkaufst, ob du Preise vergleichst, für größere Wünsche sparst oder spontane Käufe tätigst.
Deshalb spielt deine Vorbildfunktion eine wichtige Rolle. Kinder lernen den Umgang mit Geld nicht in erster Linie durch Regeln oder Erklärungen, sondern durch das, was sie zu Hause erleben. Wer seinem Kind finanzielle Kompetenz vermitteln möchte, darf es deshalb ruhig an alltäglichen Entscheidungen teilhaben lassen.
Warum Geld kein Tabuthema sein sollte
Das Thema Finanzen sollte in Familien kein Tabuthema sein. Natürlich musst du nicht jede Rechnung oder jeden Kontostand mit deinem Kind besprechen. Aber schon einfache Gespräche helfen dabei, ein gesundes Verständnis für Geld zu entwickeln. Warum sparen wir auf den Urlaub? Weshalb kaufen wir manche Dinge nicht sofort? Warum vergleichen wir Preise? Solche Situationen begegnen Familien ständig und bieten wertvolle Lernmomente.
Dass der fehlende Austausch zum Thema Finanzen in Familien zu Wissenslücken führen kann, zeigt auch eine Jugendstudie des Sozialunternehmens YEP und des Erste Financial Life Park (FLiP). Fast jede zweite befragte Person zwischen 14 und 20 Jahren gab an, sich beim Thema Geld und Finanzen nicht ausreichend auszukennen. Jeder fünfte Jugendliche hat nach eigenen Angaben keinen Überblick über die monatlichen Ausgaben. Wir sehen also, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche möglichst früh an Finanzthemen heranzuführen.
Tipp: Je selbstverständlicher Geld bei euch zu Hause besprochen wird, desto leichter fällt es Kindern, einen verantwortungsvollen Umgang damit zu entwickeln. Dein Kind lernt, dass Geld kein kompliziertes oder beängstigendes Thema ist, sondern ein ganz normaler Teil des Lebens. Und genau dieses Verständnis hilft ihm später dabei, eigene finanzielle Entscheidungen bewusst zu treffen.
Was Kinder in welchem Alter über Geld verstehen können
- 4 bis 6 Jahre: Kinder beginnen zu verstehen, dass Geld zum Bezahlen verwendet wird. Sie lernen erste Preisvorstellungen kennen und erleben beim Einkaufen, dass Waren einen bestimmten Wert haben.
- 6 bis 10 Jahre: In diesem Alter entwickeln Kinder ein Verständnis für das Sparen. Sie können erste Sparziele verfolgen, lernen Wünsche aufzuschieben und sammeln mit Taschengeld wichtige Erfahrungen.
- 10 bis 14 Jahre: Nun werden Themen wie Budgetplanung und finanzielle Verantwortung interessanter. Kinder können lernen, ihr Geld einzuteilen, Ausgaben zu planen und digitale Zahlungsmöglichkeiten besser zu verstehen.
- Ab 14 Jahren: Jugendliche sind zunehmend in der Lage, eigenständige finanzielle Entscheidungen zu treffen. Sie interessieren sich häufig für Konten, Online-Banking, Geld verdienen und langfristige Sparziele.
Wichtig: Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich. Die Altersangaben dienen deshalb lediglich als Orientierung. Entscheidend ist, dass finanzielle Themen verständlich erklärt werden und Kinder die Möglichkeit erhalten, eigene Erfahrungen zu sammeln.
Die Herausforderung der digitalen Welt: Wenn Geld nicht mehr sichtbar ist
Für Kinder ist Geld heutzutage oft weniger greifbar als früher: Viele Zahlungen laufen digital ab, sei es mit Karte, Smartphone oder beim Online-Shopping. Dadurch fällt es ihnen manchmal schwer, den Zusammenhang zwischen einem Kauf und den tatsächlichen Kosten zu verstehen.
Gleichzeitig gibt es neue Herausforderungen: In-App-Käufe, kostenpflichtige Zusatzfunktionen in Spielen oder spontane Online-Bestellungen sind nur wenige Klicks entfernt. Kinder müssen deshalb verstehen, dass auch digitale Zahlungen echtes Geld kosten und jede Ausgabe Auswirkungen auf ihr verfügbares Budget hat.
Darum ist es so wichtig, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalem Geld frühzeitig zu vermitteln. Denn wer schon in jungen Jahren versteht, wie digitale Zahlungen funktionieren und warum nicht jeder Wunsch sofort erfüllt werden kann, legt eine wichtige Grundlage für spätere Finanzentscheidungen.
George Junior: Spielerischer Einstieg in die Finanzwelt
Viele Eltern stehen vor der Frage, wie sie ihrem Kind den Umgang mit digitalem Geld vermitteln können. Schließlich finden heute viele Zahlungen nicht mehr mit Bargeld statt, sondern per Karte, Smartphone oder Überweisung.
Eine Möglichkeit bietet das neue George Junior von der Erste Bank und Sparkasse: Es richtet sich an Kinder zwischen 8 und 14 Jahren und ist eine vereinfachte, altersgerechte Version des bekannten George Internetbankings. Sprache, Funktionen und spielerisches Design sind speziell auf Kinder abgestimmt und sollen ihnen einen sicheren und verständlichen Einstieg in die Finanzwelt ermöglichen.
So können Kinder beispielsweise ihren Kontostand checken oder Sparziele verfolgen. Ab dem 10. Lebensjahr sind auch erste Überweisungen und Kartenzahlungen mit dem spark7 Jugendkonto möglich.
Gut zu wissen: Als Elternteil behältst du immer die Kontrolle. Du kannst festlegen, welche Funktionen dein Kind nutzen darf, Limits anpassen und die Kontobewegungen im Blick behalten. Praktischerweise wird George Junior dabei direkt in deinem eigenen George angezeigt. Übrigens, auch wenn du selbst kein*e Kund*in bist, kann dein Kind George Junior nutzen. Du erhältst trotzdem Zugriff und kannst die Finanzprodukte deines Kindes über die George-App einsehen und verwalten.
„Eine frühe Gelderziehung und Finanzbildung sind wichtiger denn je. Schon Eltern können ihren Kindern beibringen und vorleben, wie man mit Geld verantwortungsvoll umgeht. Mit George Junior ist das jetzt einfach, sicher und digital möglich“, sagt Max Clary und Aldringen, Kundenvorstand der Erste Bank Oesterreich.
So sammelt dein Kind erste Erfahrungen, ohne dabei ganz auf sich allein gestellt zu sein. George Junior begleitet Kinder bis zum 14. Geburtstag. Danach erfolgt automatisch die Umstellung auf die reguläre Version von George. Eltern behalten jedoch weiterhin bis zum 18. Geburtstag den Überblick über die Finanzprodukte ihres Kindes.
Finanzielle Vorsorge beginnt oft schon vor dem ersten Taschengeld
Für viele Eltern beginnt das Thema Finanzen nicht erst mit dem ersten Taschengeld. Sie möchten ihrem Kind später einen guten Start ins Erwachsenenleben ermöglichen und legen deshalb früh Geld zur Seite. Das zeigt auch die FOKUS KIND Finanzstudie 2024:
- 84 % der Eltern sparen bereits für ihre Kinder
- 61 % beginnen im ersten Lebensjahr
- 20 % starten bereits während der Schwangerschaft
Nicht nur Mütter und Väter, sondern auch Großeltern, Tanten oder Onkel möchten einem Kind später den Führerschein, ein Studium, ein Auslandssemester oder die erste eigene Wohnung erleichtern. Dafür gibt es unterschiedliche Spar- und Anlagemöglichkeiten.
Tipp: Bei Erste Bank und Sparkassen können Eltern bereits ab der Geburt Vorsorgeprodukte für ihr Kind abschließen, auch wenn sie selbst keine Kunden der Bank sind. Zur Auswahl stehen unter anderem das 4% Smart Sparen Sparefroh für regelmäßiges Ansparen oder das Generationendepot, bei dem Eltern, Großeltern sowie andere Erwachsene gemeinsam langfristig für ein Kind vorsorgen können.
So geht Finanzerziehung im Alltag
Finanzbildung sollte möglichst unkompliziert sein. Oft reichen kleine Alltagssituationen aus, um Kindern wichtige Grundlagen für den richtigen Umgang mit Geld zu vermitteln. Folgende Ideen lassen sich ohne großen Aufwand in den Familienalltag integrieren.
10 praktische Finanztipps für Familien
- Mit Kaufladen und Rollenspielen üben: Schon Vorschulkinder lernen damit spielerisch, dass Waren einen bestimmten Wert haben und Geld zum Bezahlen benötigt wird.
- Taschengeld als Lernfeld nutzen: Taschengeld hilft Kindern dabei, eigene Entscheidungen zu treffen und erste Erfahrungen mit Sparen und Ausgeben zu sammeln.
- Keine Vorschüsse geben: Ist das Taschengeld aufgebraucht, sollte bis zur nächsten Auszahlung gewartet werden. So lernen Kinder, ihr Budget einzuteilen.
- Sparziele sichtbar machen: Neues Spielzeug, ein Fahrrad oder ein Ausflug gewünscht? Super, denn konkrete Ziele motivieren Kinder oft stärker zum Sparen als abstrakte Beträge.
- Mehrere Spardosen verwenden: Eine Dose für Wünsche, eine fürs Sparen und eine für gute Zwecke. So verstehen Kinder, Geld bewusst aufzuteilen.
- Gemeinsam einen Flohmarkt organisieren: Der Verkauf nicht mehr benötigter Spielsachen vermittelt, dass Geld auch selbst verdient werden kann.
- Preise vergleichen und Angebote prüfen: Beim Einkaufen können Kinder lernen, Preise zu vergleichen und bewusste Kaufentscheidungen zu treffen.
- Das Familienbudget altersgerecht erklären: Kinder müssen nicht alle Zahlen kennen. Es hilft aber, wenn sie verstehen, dass Geld für Wohnen, Lebensmittel und Freizeit eingeplant werden muss.
- Über Werbung und Influencer sprechen: Kinder sollten lernen, dass Werbung und Social Media oft zum Kaufen animieren möchten.
- Kinder beim Sparen und Planen einbeziehen: Wer eigene Ziele mitbestimmen darf, entwickelt häufig mehr Verantwortungsbewusstsein für den Umgang mit Geld.
Tipp: Auch Bücher und Spiele können Kinder spielerisch an Finanzthemen heranführen. Beliebt sind beispielsweise das Kinderbuch „Ein Hund namens Money“ von Bodo Schäfer oder „Mein Geld, dein Geld“ von den Beziehungsinvestor*innen. Für ältere Kinder und Jugendliche können Spiele wie Monopoly oder Cashflow einen ersten Einblick in Themen wie Budgetplanung und Investitionen geben.
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